Interkontinentale Logistik
Die folgenden Definitionen und Bedingungen legen die Grundlage für die Zusammenarbeit fest und schließen missverständliche Auslegungen aus.
Als Schwerlasttransport gelten Sendungen mit einem Einzelstückgewicht ab 40 Tonnen oder einer Abmessung, die den Einsatz von Begleitfahrzeugen oder Sondergenehmigungen erfordert. Die Klassifizierung erfolgt nach den Richtlinien der österreichischen Straßenverkehrsordnung sowie den EU-weiten Vorgaben für außergewöhnliche Transporte. Sendungen unterhalb dieser Schwelle fallen in den Bereich der Standardlogistik und unterliegen abweichenden Konditionen.
Wir wickeln Zollformalitäten ausschließlich im ATLAS-Verfahren (ITA/ITB) ab. Für Waren mit einem Warenwert unter 1.000 Euro oder für Mustersendungen ohne kommerziellen Wert bieten wir kein vereinfachtes Verfahren an. Die korrekte HS-Klassifizierung liegt in der Verantwortung des Auftraggebers; wir übernehmen keine Haftung für fehlerhafte Angaben, die zu Verzögerungen oder Nachzahlungen führen.
Die lückenlose Überwachung mittels GPS-Tracking und Temperatursensoren ist standardmäßig für Container und Wechselbrücken aktiviert. Für Schüttguttransporte in offenen Waggons oder auf Schiffsrümpfen ohne geschlossene Ladeeinheit kann die Positionserfassung nur auf Anfrage und gegen Aufpreis eingerichtet werden. Die Datenübertragung erfolgt über das Mobilfunknetz; in Gebieten ohne Netzabdeckung (z. B. Hochsee oder Tunnel) entstehen Lücken, die nicht als Vertragsverletzung gewertet werden.
Eine multimodale Route umfasst mindestens zwei verschiedene Verkehrsträger (Schiene, See, Straße). Die Umstiegszeiten zwischen den Verkehrsträgern sind als Puffer von 24 bis 48 Stunden eingeplant. Verzögerungen durch Streiks, Naturereignisse oder behördliche Sperrungen gelten als höhere Gewalt und berechtigen nicht zu Schadenersatzforderungen. Die konkrete Routenplanung wird vor Auftragserteilung in einem schriftlichen Fahrplan festgehalten.
Für jede Sendung sind eine Handelsrechnung, ein Frachtbrief (CMR/Konnossement) sowie ein Ursprungsnachweis (EUR.1 oder Lieferantenerklärung) erforderlich. Fehlen diese Dokumente zum Zeitpunkt der Zollanmeldung, behalten wir uns vor, die Sendung bis zur Nachreichung auf Kosten des Auftraggebers einzulagern. Die elektronische Vorabanmeldung muss spätestens 48 Stunden vor Grenzübertritt im ATLAS-System eingegangen sein.
Antworten zu multimodalen Transporten, Zollabwicklung und Routenplanung für Industriegüter.
Für Maschinen und Anlagen benötigen Sie in der Regel die Handelsrechnung, Packliste, einen Ursprungsnachweis (z. B. EUR.1 oder Lieferantenerklärung) sowie den HS-Code. Bei Gefahrgut der Klasse 9 kommt ein Sicherheitsdatenblatt hinzu. Wir prüfen Ihre Dokumente vorab auf Vollständigkeit, um Verzögerungen im ATLAS-Verfahren zu vermeiden.
Die Vorbereitung eines 250-Tonnen-Transformators kann sechs Monate in Anspruch nehmen. Dazu gehören die Streckenprüfung, Brückenstatik, Genehmigungen der Straßenverkehrsbehörde und die Abstimmung mit Polizei und Leitungsbetreibern. Für Standard-Schwertransporte unter 80 Tonnen reichen oft vier bis acht Wochen.
Ja, wir optimieren multimodale Routen für Schüttgüter und Containerfracht. Ein typisches Beispiel: Kupferkonzentrat aus den Anden wird per Bahn zum Hafen Valparaíso transportiert und von dort per Frachtschiff nach Rotterdam. Die Koordination der Umschlagfenster ist entscheidend für die Transitzeit.
Für Transporte über 40 Tonnen schreiben die VDI-Richtlinien 2700 und die DIN EN 12195-1 eine rechnerische Lastverteilung vor. Wir setzen hydraulische Plattformwagen mit bis zu 24 Achsen ein und sichern die Ladung mit Zurrgurten der Klasse 10.000 daN. Jede Route wird vorab mit einer Software zur Kurvenradien-Simulation geprüft.
Jeder Ladungsträger ist mit einem GPS-Tracker ausgestattet, der Position, Temperatur und Erschütterungen in Echtzeit übermittelt. Sie erhalten Zugang zu unserem Kundenportal mit Live-Karte und automatischen Benachrichtigungen bei Abweichungen vom Fahrplan. Die Daten werden für 90 Tage gespeichert.
Die Kosten richten sich nach dem Umfang der Klassifizierung und der Anzahl der Warenpositionen. Wir erstellen ein individuelles Angebot basierend auf Ihren HS-Codes und der erforderlichen Präferenzkalkulation. Eine erste Einschätzung zu Ihrem Fall geben wir kostenfrei per E-Mail oder Telefon.